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Buchvorstellung zum Thema Vereinbarkeit: Und was jetzt? Von Bärbel Kerber

Heute möchte ich euch ein sehr wichtiges Buch zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ans Herz legen, das meiner Ansicht nach jede Frau lesen sollte – ob nun Mutter, Schwangere oder (noch) Kinderlose. Es behandelt äußerst intensiv die Thematik, wie Frauen den Spagat zwischen Familienglück und Unabhängigkeit gelingen kann – oder auch nicht?


Allgemein:

 

Schon das Cover dieses Buches zum Thema Vereinbarkeit empfinde ich als äußerst ansprechend und seriös. Noch vor dem Lesen des Inhalts hatte ich hier die Erwartung, dass es nun ernst wird – also es geht um eine seriöse Thematik.

 

Die Autorin Bärbel Kerber ist Autorin und Journalistin und selbst Mutter von vier (!) Kindern. Sie möchte uns Frauen selbstbewusst aufzeigen, wie wir uns gegen das schlechte Gewissen sowie die überhöhten Ansprüche der Gesellschaft zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf wehren können.

 

Ich habe das 223 Seiten umfassende Buch von der Autorin im Taschenbuch-Format zur Verfügung gestellt bekommen.

 

Vereinbarkeit bärbel kerber

 

Endlich mal keine Schönmalerei mehr in Sachen Vereinbarkeit

 

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Die Begrifflichkeit von Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht mir schon lange ein klein wenig auf den Keks. Überall scheint es von überglücklichen hübsch gestylten Müttern nur so zu wimmeln, die mit einem top Haushalt, überglücklichen und wohlerzogenen Kindern und einem scheinbar großen beruflichen Engagement glänzen. Wie machen diese Frauen das denn nur? Scheinbar bin ich einfach unfähig, mit der heutigen (deutschen) Gesellschaft mitzuhalten. Aber ist denn wirklich alles Gold, was glänzt? Ist das wirklich alles so, wie es uns die Politik, die Medien und mehr und mehr auch viele Frauen vermitteln wollen? Genau mit dieser Thematik setzt sich die Journalistin und Autorin – und wohlgemerkt VIERfachmutter – in ihrem Buch „Und was jetzt?“ sehr intensiv und ohne jegliche Schönmalerei auseinander. Ich bin so froh darüber, dieses Buch gelesen haben zu dürfen, denn nun plagen mich persönlich wesentlich weniger Selbstzweifel. Danke, liebe Bärbel Kerber!

 

Worum es in diesem Buch geht

 

„Powerfrau, Single, Ehefrau? Kinder: ja oder nein? Beruflich durchstarten oder abbremsen? Die große Freiheit oder doch lieber das häusliche Glück? Was will ich? Am liebsten von allem etwas. Aber wie soll das gehen?“

Wenn Frauen es sich gegenseitig schwer machen und die Arbeitswelt ihr Übriges tut

 

Ganz kurz und knapp ausgedrückt behandelt dieses Buch von Bärbel Kerber genau diese Problematik. Was ist denn nun „richtig“ und was ist „falsch„? Die Politik und die Gesellschaft stellen schließlich ganz bestimmte – oft auch viel zu viele und verwirrend gegensätzliche (!) Anforderungen an uns Frauen – ob nun Mutter oder nicht. Eine Frau MUSS dieses und jenes können und tun. Eine Mutter MUSS dieses und jenes können und tun. Aber egal, wie man es  nun macht: Man macht es immer falsch! Kommt euch das Ganze bekannt vor?

 

Es ist wirklich interessant, wie Kerber insbesondere das Verhalten der Frauen – und vor allem Mütter – untereinander beschreibt. Anstatt dass die Mütter solidarisch zusammenhalten und sich gegenseitig unter die Arme greifen, wird hier nur verurteilt und verspottet. Die Vollzeitmutter verurteilt die berufstätige Mutter als „karrieregeil“ oder gar „Rabenmutter“. Die Working-Mum sieht die Vollzeitmutter schnell als „Heimchen am Herd“ an. Die Einen finden es ganz klasse, wenn wir uns mit Haut und Haaren rund um die Uhr um unsere Kinder kümmern, während die anderen es nicht verstehen, wozu man denn nun die qualifizierte Ausbildung gemacht hat, wenn man die Karriere nun sozusagen sausen lässt.

 

Besonders dieses Gezänke unter Müttern beschäftigt mich schon seit kurz nach der Geburt unseres Frühlingskindes. Wieso steht man nicht solidarisch zusammen, anstatt sich ständig mit den anderen Müttern zu messen, zu vergleichen und andere voreilig zu verurteilen? Wir Frauen haben es heute doch sowieso schon schwer genug.

 

Besonders interessant finde ich den Aspekt der Qual der Wahl und die umso größere Verkomplizierung des Lebens einer heutigen Frau. Bärbel Kerber bringt es genau auf den Punkt. Auf der einen Seite steht den Frauen heute die Welt offen. Sie können selbst entscheiden, ob und wann sie Kinder möchten, ob sie Karriere machen wollen oder gleich beides und vieles mehr. Aber macht diese Freiheit denn wirklich alles leichter? Ist wirklich alles so schön, wie es klingt und uns vor allem von Medien und Politik vermittelt wird? Eben nicht! Das sehen wir anhand der Verurteilungen und Verspottungen aus der Gesellschaft – ganz egal für welches Konzept wir uns entscheiden. Das sehen wir auch, wenn wir Mutter werden und dann wieder zurück ins Berufsleben möchten und bemerken, dass der deutsche Arbeitsmarkt im Allgemeinen auf Mütter nicht sehr gut vorbereitet ist. Da interessiert dann plötzlich die beste berufliche Qualifizierung nicht mehr. Allein der Begriff „Mutter“ kann einem heute den Lebenslauf gehörig „zerstören“.

 

Vielleicht merkt man an meiner Schreibweise bzw. Formulierung, dass ich mit dem Inhalt dieses Buchs uneingeschränkt einverstanden bin. Somit gebe ich den Inhalt gemixt mit meiner eigenen Meinung und Überzeugung wieder.

 

Wir können nicht ALLES perfekt machen!

 

Die Autorin beschreibt es so schön, wie eine Frau tickt. Die Frau möchte alles perfekt machen und hat einen großen Hang zum Perfektionismus. Doch genau damit kommen wir zu einem gigantischen Problem, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Wir müssen uns vor Augen führen, dass wir nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen können. Wir können nicht, das BESTE im Job geben, überglückliche und wohlumsorgte Kinder haben und dazu noch einen piccobello geführen Haushalt haben. Wenn wir das versuchen und das unter Vereinbarkeit verstehen, so sind wir einem Zusammenbruch näher, als wir vielleicht meinen mögen. Daher ist es kein Wunder, dass viele solcher Frauen, die genau das versuchen (alles gleichzeitig und am besten alles perfekt zu machen) in Depressionen oder Suchtverhalten (Alkohol, Tabletten etc.) enden.

 

Wir müssen lernen, es zu akzeptieren,  dass wir nicht alles perfekt machen können, wenn es um das Thema Vereinbarkeit geht. Natürlich können wir mehrere Dinge parallel machen, aber es ist mehr als hilfreich, die Ansprüche an sich selbst ein wenig herunterzuschrauben und alles einfach nur noch gut und nicht perfekt zu machen.

 

Vereinbarkeit und was jetzt-buchvorstellungDas Buch bei Amazon (Affiliate-Link) kaufen.

 

Für wen ist dieses Buch geeignet?

 

Damit ich euch nicht den ganzen Inhalt dieses Buchs verrate, muss ich so langsam Schluss machen mit meiner Buchvorstellung ;-). Ich kann euch nur eins sagen: Ich habe euch noch LÄNGST nicht alles aus diesem Buch verraten.

 

Dieses Buch ist bei weitem nicht nur für Mütter, sondern meiner Meinung nach auch sehr sehr wichtig für junge Frauen, die ihr Leben noch vor sich haben. Wenn sich diese jungen Frauen einmal mit der Thematik dieses Buches auseinandersetzen, dann werden sie vielleicht so manche Entscheidung in ihrem Leben etwas anders treffen, bevor sie – wie so viele Frauen – in Verzweifulung und Frustration enden.

 

Aber auch JEDE andere Frau sollte sich mit der Thematik dieses Buchs befassen, damit ihr die Augen geöffnet werden und sie sich nicht länger von der Gesellschaft und von Politik und Medien in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf in die Irre führen lässt und endlich ihr ihr zustehendes und vor allem erfülltes und lebenswertes Leben leben kann!

 

Kaufen könnt ihr das Buch bei Amazon (Affiliate Link).

 


Fazit:

Ein sehr kluges und augenöffnendes Buch, das jede Frau unbedingt gelesen haben sollte. Für mehr Zufriedenheit und für die Wahl des richtigen Weges im Leben sind alle diese Zeilen Gold wert!


Welches Familienkonzept lebt ihr aktuell oder strebt ihr noch an? Seid ihr mit eurem Leben so zufrieden, wie es ist? Was haltet ihr von dem Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Eure Elena


*Ich danke der Autorin für das kostenlose Rezensionsexemplar!

Ein Kommentar zu “Buchvorstellung zum Thema Vereinbarkeit: Und was jetzt? Von Bärbel Kerber

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