Der Hunger kam erst nach dem Abstillen

Heute möchte ich über das Thema Beikost schreiben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Thema Beikost für viele Mütter ein leidiges Thema ist.

Wie viele Probleme und Sorgen habe ich zu diesem Thema schon in Foren gelesen und auch in unserer Krabbelgruppe sorgt das Thema Beikost oder Ernährung im Allgemeinen immer wieder gerne für Diskussionen.


Das Frühlingskind ist unser erstes und bislang einziges Kind und wie heißt es doch so schön: beim ersten Kind macht man sich oft viel zu viele Sorgen, weil alles noch so neu ist. So habe auch ich mir immer wieder den Kopf zerbrochen, da der kleine Schatz fast nichts essen mochte – außer die heiß geliebte Muttermilch. Ach, das ist doch nicht so schlimm…könnte man denken. Wenn das Kind jedoch immer älter wird und schon seinen 1. Geburtstag hinter sich hat, da kann man schon langsam in Panik geraten. So war es zumindest bei mir. Ich hatte den Eindruck, dass all die anderen Kinder in seinem Alter – teilweise sogar jüngere Babys – liebend gerne feste Kost oder zumindest Brei zu sich nehmen. Aber unserem Frühlingkind war das egal.

Ich hatte schon in einem früheren Beitrag von unserer Still-Problematik mit zunehmendem Alter meines Sohnes berichtet. Er wollte am Ende mindestens jede halbe Stunde an die Brust. Etwas anderes mochte er jedoch einfach nicht essen. Sogar Folgemilch als Ersatz war ihm anfangs noch sehr zuwider.

Seit 1,5 Monaten ist das Frühlingskind abgestillt und unmittelbar nach dem Abstillen stellte sich die Neugier nach fester Kost ein. Der kleine Mann fing tatsächlich an, sich ernsthaft für die breite Palette an Leckereien zu interessieren, die die Welt bietet (eigentlich blieb ihm ja kaum etwas anderes übrig ;-)). Wir konnten es kaum glauben. Inzwischen genießt unser Schatz ein vielfältiges Essens-Angebot. Monotone Nahrung gefällt ihm gar nicht. Er muss sowohl beim Frühstück, als auch zu Mittag und beim Abendessen verschiedene Dinge essen und probieren. Der kleine Mann genießt das Essen sehr und freut sich sichtlich. Erstaunlich ist auch, welch verhältnismäßig große Mengen dieser kleine Mensch verputzt. Noch vor 2 Monaten hätten wir uns das überhaupt nicht träumen lassen.

Ich möchte allen Müttern (und natürlich auch Vätern) Mut machen, wenn es Probleme beim Thema Beikost gibt: nicht verzagen! Auch wir haben viele Gläschen, angerührte Breie, Menüs und selbstgekochte Breie wegwerfen müssen (sofern wir es nicht selber verputzt haben). Das Kind entscheidet irgendwann selbst, wann es bereit für die Welt der vielen Geschmäcker ist. Zwingen und Gut-Zureden nützt da nichts und führt nur zu Frust auf beiden Seiten.

Mein Tipp: Bietet euren Kindern immer wieder Leckereien an und habt ganz viel Geduld! Bei uns war der ausschlaggebende Grund für den Hunger das Abstillen mit 13 Monaten.

Übrigens – am Wochenende haben wir unsere ersten Erdbeeren aus dem heimischen Garten geerntet. Es waren sage und schreibe 3 Stück! Und wer hat alle 3 genüsslich gefuttert? Genau, das Frühlingkind ;-).

4 Kommentare zu “Der Hunger kam erst nach dem Abstillen

  1. Schön, dass es mittlerweile so gut klappt mit dem Essen =) Da hast du echt Recht, da gehört manchmal wirklich Geduld zu und dass man nicht zu schnell verzagt, wenns mal nicht so läuft wie man es sich vielleicht gerade erwünscht. Schön, dass du mit deinem Bericht auch anderen Eltern Mut machst, die ähnliches erleben! Und so schön wie eure ersten eigenen Erdbeeren aussehen, kann ich es gut verstehen, dass das Frühlingskind sie sich gerne hat schmecken lassen 😉

  2. Wir füttern auch gerade zu und mein kleiner will auch dauernd gestillt werden. Ich hoffe, dass wir die Menge bald noch erweitern können, dass er satt bleibt.
    Alles Liebe
    Verena

  3. Ich drücke euch die Daumen. Früher oder später lernt jedes Kind essen :-). Das haben wir selber gesehen. Auch wenn der Weg dahin manchmal nervenaufreibend und anstrengend sein kann…

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