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Eigene Domain oder ein kostenloser Blog

5 wichtige Gründe dafür, warum die eigene Domain besser ist

 

Gerade als Blog-Anfänger, aber natürlich auch als „alter Hase“ fragst du dich vielleicht, ob es nicht besser wäre, für deinen Blog eine eigene Domain aufzubauen. mona-musterfrau.blogspot.de oder maxis-wunderwelt.wordpress.com – so oder so ähnlich sehen typische kostenlose Blogger- oder WordPress Blog-Namen aus. Warum solche Blog Namen nicht unbedingt vorteilhaft sind, und warum deine eigene Domain besser ist, erkläre ich dir in dem nachfolgenden Artikel.

 


 

1) Die Ästehetik muss stimmen

 

Die Ästhetik bzw. allein das äußere Erscheinungsbild deines Blogs ist sehr wichtig. Wie es mit so vielen Dingen im Leben ist, so ist es auch mit dem Bloggen. Speziell wenn es darum geht, Reichweite aufzubauen und wenn du neue Besucher für deinen Blog gewinnen möchtest, so ist der erste Eindruck äußerst wichtig.

 

Noch bevor jemand auf deinen Blog kommt, sieht er womöglich zunächst einmal deinen Blognamen bzw. deinen Domainnamen. Wie wirkt wohl der Name fritzchens-wundervolle-welt.blogspot.com auf die meisten von uns? Das ist doch ein recht langer Domainname oder? In meinen Augen und auch in den Augen vieler anderer ist solch ein Blogname einfach viel zu lang. Was aber sollst du tun, wenn gerade du schon so einen langen Blognamen hast und du schon enorm viel Arbeit in deinen Blog gesteckt hast?

 

Mein Tipp lautet hier grundsätzlich: Versuch nun das Beste aus deinem Domain Namen zu machen. So wirkt schon ein ganz einfacher Trick Wunder, wenn es um die Kürzung bzw. auch Verschönerung deines bestehenden Domain Namens geht: Wie wäre es, wenn einfach mal das lange Wörtchen „blogspot“ aus deinem Blognamen verschwindet? Dann sieht deine Blog-Url nicht mehr so aus: fritzchens-wundervolle-welt.blogspot.com (40 (!)  Zeichen) , sondern nur noch so: fritzchens-wundervolle-welt.com (31 Zeichen). So hast du deinen Domain Namen um  ganze 9 Zeichen auf nur noch 31 gekürzt.

 

Du wirst mir sicherlich zustimmen, dass das optisch einfach viel ansprechender aussieht und jemanden, der deinen Blog noch nicht kennt, oder gar einen möglichen Kooperationspartner nicht sofort abschrecken wird.

 

Natürlich gehört zu dem optischen Erscheinungsbild eines Blogs noch viel mehr (Theme, Schriftart(en), Farben etc.) dazu, aber so hast du schon einmal den ersten und aus meiner Sicht sehr wichtigen Schritt gemacht, dass nicht alleine schon der Name deines Blogs bzw. der deiner URL sofort durch seine Länge auf potentielle Besucher abschreckend wirkt.

 

Wenn du dich bislang eher wenig mit diesem Thema beschäftigt hast, wirst du dich nun sicherlich fragen, wie du denn deine Domain um das für kostenlose Domains typische „blogger“, „wordpress“ etc. kürzen kannst. Vielleicht hast du schon einmal versucht, manuell innerhalb deines Blogger- oder WordPress Backends das „blogspot“ oder „wordpress“ manuell zu entfernen? Dann wirst du ganz bestimmt festgestellt haben, dass das leider nicht möglich ist. Denn Blogger oder auch WordPress – ich spreche in diesem Artikel überwiegend über die bekanntesten und beliebtesten Anbieter für Domainnamen bzw. Blogger – bieten dir zwar die Möglichkeit an, einen kostenlosen Blog anzulegen, dafür behalten sich die beiden Anbieter aber vor, das „blogspot“ oder „wordpress“ im Domainnamen zu belassen und somit musst du leider mit den ein oder anderen Einschränkungen leben.

 

Wenn du also irgendwann einmal den Wunsch verspürst, deinen bestehenden kostenlosen Domainnamen zu ändern und dieses hässliche „blogspot“ oder „wordpress“ aus deinem Blog Namen zu entfernen, so musst du mit deinem Blog auf deine eigene Domain „umziehen“. Den Blogumzug innerhalb dieses Artikels zu erklären, würde leider den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Wenn aber der Wunsch nach weiteren Informationen zu diesem Thema besteht, so kann ich gerne dazu einen eigenen Artikel verfassen.

 

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2) Die eigene Domain steht für die Seriosität deines Blogs

 

Du wirst dich jetzt vielleicht fragen, was diese vielleicht ein wenig provokante Behauptung bedeuten soll. Ich bin ehrlich: Als ich zum ersten Mal von den erfahreneren Bloggern diese Behauptung hörte, so war ich auch leicht beleidigt. Was soll das denn bedeuten? Heißt das, ich bin nicht seriös? Ich stecke tagtäglich, Woche für Woche, Monat für Monat so viel Arbeit in meinen Blog. Ich ackere vielleicht so manche Nacht für mein liebstes Hobby durch und nun behauptet da jemand: Ich oder mein Blog oder wir beide sind nicht seriös? Ich möchte dir nun kurz erklären, was ich damit meine:

 

Innerhalb meiner Bloggerei habe ich schon so manche (manchmal leider auch unliebsame) Erfahrung machen dürfen bzw. müssen. So musste ich immer wieder feststellen, dass Blogs, die auf keiner eigenen (und somit in der Regel kostenpflichtigen) Domain aufgebaut sind, häufig nicht ernst genommen werden. Alleine das Wörtchen „blogspot“ oder „wordpress“ kann schon bewirken, dass so manche Menschen sich deinen Blog nicht einmal ansehen möchten. Da kann der Aufbau, das Design – kurz: Der komplette Inhalt deines Blogs noch so hochwertig und liebevoll aufbereitet worden sein – alleine dein Domain Name kann dir so einiges „kaputtmachen“ – krass ausgedrückt.

 

Von welchen Menschen ich rede? Nun, zum einen geht es um andere Blogger, die professionell und seit Jahren in der Bloggerszene unterwegs sind. Vernetzung unter Bloggern ist wichtig und schön, aber ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass manche (wirklich nicht alle!!!) Blogger dich scheinbar nicht so wirklich ernst nehmen, wenn du keine eigene Domain hast. Einige dieser „Profis“ gehen nun einmal davon aus, dass du es erst so richtig ernst meinst und ein echter „Profi“ bist (oder zumindest auf dem Weg dahin), wenn du das Geld in die Hand nimmst und die Arbeit auf dich nimmst, eine eigene Domain für dich zu beanspruchen. Ob das fair ist, ist eine andere Sache. Ich durfte nämlich inzwischen viele wundervolle und äußerst hochwertige Blogs kennenlernen, die eben auf keiner eigenen Domain basiert sind, sondern ein „blogspot“ oder „wordpress“ in ihrem Namen haben. Meiner Meinung nach sollte man sich also von anderen Bloggern nicht unbedingt verunsichern lassen, wenn es darum geht, eine eigene Domain zu haben.

 

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3) Attraktiver für Kooperationspartner

 

Als weitaus wichtiger erachte ich den Aspekt „Kooperationen mit Firmen“. Es kommt jetzt natürlich darauf an, ob du überhaupt Interesse an (bezahlten) Kooperationen hast. Ohnehin darf es meiner Meinung nach nicht der ausschlaggebende Grund sein, das Bloggen anzufangen, um damit Geld zu verdienen. Du musst es lieben. Bloggen muss dein heiß geliebtes Hobby sein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es tatsächlich Firmen gibt, die sich nicht einmal den Inhalt deines Blogs ansehen, wenn sie sehen, dass du keine eigene Domain hast. Nur weil du keine eigene Domain, sondern „nur“ eine kostenlose hast, wirst du als unseriös oder unprofessionell eingestuft, da du irgendwo „geizig“ erscheinst, um – aus Firmensicht – „die paar Groschen“ in die Hand zu nehmen, und Geld für deine eigene Domain sowie das Hosting zu investieren. Ich habe tatsächlich schon solche (bzw. sehr ähnliche) Antworten von Firmen erhalten, dass sie grundsätzlich an keiner Kooperation mit einem Blog ohne eigene Domain interessiert sind. Das ist hart oder? Ja, ich war damals auch erschrocken, enttäuscht und manchmal auch wütend. Und ich bin ehrlich: Seitdem ich meine eigene Domain habe, bekomme ich wesentlich mehr Kooperationsanfragen für meinen Blog – auch wenn bei weitem nicht alle davon für mich in Frage kommen.

 

Wenn du also das Ziel hast, deinen Blog irgendwann zu monetarisieren – seien es auch nur wenige Euros, um deine Domain- und Hosting-Kosten zu decken – so wirst du meiner Erkenntnis nach nicht umhin kommen, eine eigene Domain zu ergattern.

 

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4) Besserer Trust Aufbau

 

Ok, zunächst einmal: Was bedeutet denn Trust? Zum Trust kann man grob sagen, dass es um das Vertrauen in deine Seite geht. Es geht um die Seriosität und um den Wert deiner Seite bzw. deines Blogs. Es gibt Tools im Internet, wo du deinen Trust überprüfen kannst. Du kannst überprüfen, wie viel dein Blog – aus Internet-, Google..etc. Sicht quasi „wert“ ist. Vielleicht habt ihr schon einmal etwas vom Alexa Rank oder vom Page Rank gehört? Auch wenn heutzutage diese beiden Rankingfaktoren nicht mehr so wichtig sind wie früher und die Höhe dieser Ranks nicht mehr unbedingt ausschlaggebend für den Wert deines Blogs sind, so gibt es noch sehr viele Menschen – und vor allem Firmen – die eben immer noch stark auf diese Rankingfaktoren achten. Wenn du keine eigene Domain hast und „blogspot“ oder „wordpress“ übergeordnet sind, so wirst du mit höchster Wahrscheinlichkeit niemals einen hohen Rank bekommen. Denn deine eigentliche Internetseite wird nicht „gefunden“ bzw. nicht „erkannt“, da der Server von Blogger oder WordPress übergeordnet ist. Du kannst dir das so vorstellen, dass Blogger oder WordPress ein Wasserfass ist. Deine „blogspot“ oder „wordpress“ Blog Adresse ist nur ein winzig kleiner Tropfen innerhalb dieses Wasserfasses. So in etwa ist der Wert bzw. der Trust deines Blogs (dabei ist es – fast (!) – egal, was für tolle Inhalte du hast und wie lange es deinen Blog schon gibt). Hast du aber deine eigene Domain, so ist diese Domain nicht mehr ein kleiner Tropfen innerhalb eines übergeordneten Fasses, sondern wegen deiner eigenen Domain ist deine Blog Adresse bzw. dein Blog nun auch ein echtes großes Wasserfass und du kannst ordentlich Trust-Punkte im Netz sammeln!

 

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5) Mehr Möglichkeiten der Gestaltung etc.

 

Mit der eigenen Domain hast du viel mehr Freiraum, was die Gestaltung deines Blogs angeht. Bei einem selbstgehosteten Blog stehen dir viel mehr Bearbeitungs- und Design-Möglichkeiten für deinen Blog zur Verfügung. Das ist wichtig, wenn es um dir um eine bestimmte Anpassung und  Individualisierung deines Blogs geht. Dir stehen außerdem eine Vielzahl sowohl kostenloser als auch kostenpflichtiger Themes und Plugins zur Verfügung. Eine andere tolle Sache ist es, dass du E-Mails an deine Domain schicken lassen und diese an ein bestehendes Postfach weiterleiten kannst.

 


Außerdem wichtig zu wissen

 

Mein ganz großer Tipp für dich: Da ich bereits (seit Anfang dieses Jahres) den Blogumzug von einer kostenlosen Blogger-Domain auf meine eigene WordPress Domain hinter mir habe, möchte ich dir nun einen ganz wichtigen Tipp geben: Ist es dir mit dem Bloggen wirklich ernst und du bist dir sicher, dass es nicht nur ein kleines „Rumprobieren“ wird, sondern du auf Dauer deine Freude mit deinem Blog haben wirst, so kümmere dich bitte so schnell wie möglich um den Blogumzug – aus heutiger Sicht möchte ich sogar Jedem raten, im Idealfall schon direkt zu Beginn des Bloggens eine eigene Domain zu erwerben, damit man sich die Arbeit mit dem Blogumzug erst gar nicht antun muss. Wenn du also noch vorhast, deinen Blog zu erstellen und noch keine „hässliche“ „blogspot“ oder „wordpress“ Adresse etc. hast, so überlege es dir gut, ob du nicht die wenigen Euros im Jahr direkt von Vornherein für eine eigene Domain investierst und dir somit jede Menge Arbeit sparst!

 

Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich mit dem Blogumzug bislang verbracht habe – trotz Expertenberatung/ Coach an meiner Seite!! – Fakt ist: Ich bin ehrlich gesagt immer noch nicht fertig mit dem Blogumzug. Viele Bilder müssen noch bearbeitet bzw. in die alten Artikel eingefügt werden. Ich habe also noch einiges an Arbeit vor mir, da ich einfach viel zu spät mit meinem Blog umgezogen bin. Je mehr Artikel du nämlich schon geschrieben hast, umso mehr Arbeit wird dir der Blogumzug machen.

 

Ganz wichtig: Bei der Wahl des Domainnamens musst du unbedingt vorab überprüfen, ob das Markenrecht, Namensrecht und andere Rechte berücksichtigt worden sind! Für weitere Informationen rate ich dir, die entsprechenden Original-Gesetzestexte zu diesem Thema genau zu lesen. Weitere Informationen dazu findest du im „Gesetz über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen“, die du auf den Seiten des Bundesministerium für Justiz findest: http://bundesrecht.juris.de/markeng/. Lesenswert sind meines Erachtens: § 4 Entstehung des Markenschutzes, § 5 Geschäftliche Bezeichnungen, § 14 ff Ausschließliches Recht des Inhabers einer Marke, Unterlassungsanspruch, Schadensersatzanspruch.

 


Fazit:

 

Du siehst also, welche enorm wichtige Bedeutung der Name deines Blogs bzw. die eigene Domain für deinen Blog haben kann. Um einen lästigen und wirklich langwierigen Blogumzug zu vermeiden, empfehle ich jedem Blogger, bereits von Anfang an auf die eigene Domain zu setzen. Ansonsten aber bitte so schnell wie möglich – je früher, desto besser, da du umso mehr Arbeit sparst. Auch wenn ein Blogumzug viel Arbeit bereitet, so lohnt es sich auf jeden Fall. 

 

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel weiterhelfen konnte. Bei Fragen oder Anregungen – aber gerne auch, wenn du eigene Erfahrungen und Tipps mit uns teilen möchtest – kannst du mir sehr gerne einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen.

 

Deine Elena

 

Und zum Schluss noch ein Tool-Tipp für dich:

 

Wenn du mithilfe von SEO-Opimierung deines Blogs mehr Leser generieren möchtest, dann habe ich einen Plugin-Tipp (für WordPress) für dich (kostenloser Affiliate Link):

 

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Dieser Artikel entstand auf Basis meiner eigenen Erfahrungen und Recherchen und wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ich erstelle keinen Anspruch auf die absolute rechtliche Korrektheit dieses Artikels.

6 Kommentare zu “Eigene Domain oder ein kostenloser Blog

  1. Liebe Elena,
    vielen Dank für den äußerst aufschlussreichen Artikel! Ich habe mir vor ein paar Wochen tatsächlich eine eigene Domain gekauft, lasse aber momentan noch alles von der Blogger-Plattform umleiten, über AAA Records. Ist das auch ok? Ich habe mit einem anderen Blog schon einmal den Umzug von WP (kostenlos) auf Blogger (kostenlos) gemacht und es war viel arbeit, wie du ja weißt. Wie könnte ich es am besten machen, dass ich auf meiner offiziellen Domain poste? Über WP ist es ja auch nur eine Plattform. Geht das mit der eigenen Domain, oder ist das dann das Gleiche wie jetzt auf Blogger? Viele Fragen, ich weiß, sorry. Aber ich weiß sonst nicht wohin damit 😉
    Ganz liebe Grüße,
    Steffi

  2. hey, danke für die vielen tipps. ich habe mich damals auch für die eigene webseite entschieden und bereue es nicht.
    liebe grüße und einen guten start in die woche wünsche ich dir!

  3. Hallo Elena,

    Ich kann Deine Aussagen betreffend eigener Domain bestätigen. Ich bin der Meinung, dass es sich praktisch immer lohnt, auf eine eigene Domain sowie ein eigenes Webhosting zu setzen.

    Klar muss man sich vielleicht erst etwas in die Materie einarbeiten, aber es lohnt sich! So ist man am flexibelsten und ist Herr (oder Frau) über seine Daten. Auch kann einem die Domain dann niemand mehr wegnehmen. Ein weiterer, enormer Vorteil ist auch, dass man mit einer eigenen Domain auch eigene Emailadressen zu seiner Domain erstellen kann. Auch diese kann einem niemand mehr wegnehmen. Diese Unabhängigkeit ist sehr wertvoll.

    Meiner Meinung nach sind es all diese Vorteile allemal wert, sich sein eigenes Webhosting und seine eigene Domain zu leisten.

    Gruss
    Thomi vom Blog waslaberschdu.ch

  4. Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Rotweinflecken

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