Familienmoment

#Familienmoment – Vom Loslassen und selbstständig werden

An diesem Mittwoch ist es wieder Zeit für einen bedeutenden Familienmoment in unserem / meinem Leben, der unsere letzten Tage stark geprägt hat. Dass eine Kindergarten-Eingewöhnung meine Mama-Gefühle so durcheinander wirbeln kann, hätte ich nicht gedacht.


Es ist nun so weit – er ist ein Kindergartenkind

 

Nun ist es also tatsächlich so weit und das Frühlingskind ist seit dem 2. August offiziell ein Kindergartenkind. Er ist nun fast 3,5 Jahre alt und meiner Ansicht war es jetzt auch schon höchste Zeit für den Kindergarten. Heute besucht er bereits seit 3 Wochen unseren Wunschkindergarten. Die Eingewöhnung verlief unkompliziert und wirklich schonend. Nach und nach wurde er an den Kindergarten gewöhnt und sowohl das Frühlingskind als auch ich haben losgelassen. Dass dieses Loslassen für mich als Mama so viel schwieriger ist als für den dreijährigen Sohn, das hätte ich nicht gedacht. Natürlich wurde ich schon Tage vor dem Beginn der Kindergartenzeit sehr sentimental. Nun ist mein Junge also schon so groß, dass er in den Kindergarten kommt und ein ganzes Stück weit selbstständiger wird. Bislang waren weder er noch ich es gewöhnt, für eine längere Zeit voneinander getrennt zu sein…

 

Der Sohn wird selbstständig

 

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich sehr stolz auf das Frühlingskind bin, dass er sich so schnell in die Gruppe mit ihren Regeln eingefunden hat. Er fühlt sich im Kindergarten sehr wohl und freut sich jeden Tag auf die Zeit dort. Es ist unfassbar, wie stark er sich jetzt schon nach den ersten drei Wochen im Kindergarten verändert hat. Er möchte nun viel selbstständiger sein und wirkt irgendwie viel erwachsener. Abgesehen von einer Wortschatz-Explosion möchte er nun wirklich alles alleine machen und selbst ausprobieren. Unsere elterliche Hilfe ist immer weniger erwünscht. Das ist wirklich ein sehr toller Fortschritt in seiner Entwicklung und ich sehe, welche Bereicherung der Kindergarten für ihn ist. Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Tage und Wochen im Kindergarten und auf die weiteren Fortschritte in Sachen Sprache, Motorik, Kreativität und auch soziale Kompetenz, die der Sohn machen wird. Ich spüre schon jetzt, dass eine ganz spannende Zeit sowohl für ihn als auch für mich als Mama vor uns liegt.

 

Wenn das Loslassen doch bloß etwas einfacher wäre

Hach, mein Mama-Herz ist sowohl sehr stolz auf den kleinen Mann, aber auch mit Wehmut erfüllt. Wie konnte das Frühlingskind nur so schnell groß werden. Ich kann immer wieder nur mit Erstaunen feststellen, wie schnell die Zeit doch vergeht. Ich finde, erst wenn man Kinder hat, kann man das so richtig sehen. Ehrlich gesagt hatte ich gedacht, dass es dem Frühlingskind schwerer fallen würde, sich von mir loszulösen. Und ich hatte gedacht, dass es mir viel leicher fallen würde, mich von meinem kleinen Sohn zu lösen. Tatsächlich ging es bei dem Sohn aber erstaunlich schnell (was mich natürlich sehr glücklich macht).

 

In den ersten zwei Wochen der Eingewöhnung hatte auch ich kaum ein Problem damit, den Sohn für vorerst 3 bis 4 Stunden am Tag fremdbetreuen zu lassen. Ich musste erst einmal die ganzen neuen Eindrücke verarbeiten und im neuen Tagesablauf ankommen (Hochsensibilität und so…). Also nicht nur das Frühlingskind musste die neuen Eindrücke verarbeiten, sondern auch ich. Doch jetzt wo sich unser neuer Alltag sehr gut eingespielt hat, merke ich, dass es mich wirklich etwas wehmütig stimmt, dass ich meinen kleinen Zwerg nun tagtäglich für mehrere Stunden loslassen „muss“. Ich will ihn ja auch loslassen und weiß, wie wichtig es für die Entwicklung seiner Persönlichkeit etc. ist. Dennoch bin ich diese Woche irgendwie traurig, dass es nun alles doch schon so schnell ging. Wie er da heute früh im Türrahmen seines Gruppenraumes stand und mir zum Abschied fröhlich winkte – er stand da, so klein und doch schon so groß und selbstständig.

 

Früher habe ich über solche sentimentalen Mamas geschmunzelt und heute bin ich selbst so eine. Ach ja, nun muss also auch ich lernen, mein erstgeborenes Kind Stück für Stück loszulassen. Aber ich bin mir ganz sicher: Das wird! In wenigen Monaten werde ich bestimmt schon über meine heutigen Gefühle und Gedanken lachen können 😀 . Dennoch ist es mir wichtig, meine aktuellen Gedanken niederzuschreiben, als Erinnerung festzuhalten und zu meinem aktuellen Familienmoment zu erklären. Es ist für mich ein sehr schöner Familienmoment mit einem leicht traurig-sentimentalen Nachgeschmack. Hach, die Hormone (ihr wisst schon: Stillen und so..und die Geburt des Babymädchens liegt ja auch noch nicht so lange zurück).


 

Weitere Familienmomente findet ihr bei Küstenkidsunterwegs. Viel Spaß beim Stöbern.


 

Eure Elena

4 Kommentare zu “#Familienmoment – Vom Loslassen und selbstständig werden

    1. Danke dir meine Liebe 🙂
      Inzwischen gewöhne ich mich mehr und mehr an die neue Situation, dass mein geliebter Junge nun nach 3,5 Jahren inniger gemeinsamer Zeit zu Hause immer selbstständiger wird. Er liebt seinen Kindergarten und hat dort schon Freunde gefunden. Es ist toll mit anzusehen, wie er aufblüht 🙂
      Liebe Grüße

  1. Ich habe deinen Familienmoment gerade bei den Küstenkids entdeckt und kann dich so gut verstehen. Mir geht es gerade genauso… mit dem Unterschied, dass es die Eingewöhnung meiner Kleinen ist und ich jetzt zwei Kindergartenkinder habe. Jetzt ist das Haus vormittags sehr still und ich vermisse die Kleine sehr. Bei unserem Sohn war das nicht so stark, da blieb mir zu Hause noch die Kleine. Aber wie du schon schreibst, es ist eine große Chance für die Kinder und sie entwickeln sich so toll 🙂
    Alles Liebe für euch
    Sternie

    1. Liebe Sternie,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Inzwischen habe ich mich schon fast an die neue Situation gewöhnt 🙂
      Oh das glaube ich dir – ganz alleine sein am Vormittag stelle ich mir wirklich ungewohnt vor. Aber es ist echt wichtig für die Entwicklung der Kleinen 😀
      Liebe Grüße
      Elena

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.