Impfung bei Baby – Puh, die letzte Impfung ist überstanden!

Das Thema Impfung bei Baby ist inzwischen ein sehr heikles Thema geworden. Impfen: Ja oder Nein?


Letzte Woche hat das Frühlingskind seine vorerst letzte Impfung im Baby bzw. Kleinkindalter erhalten. Die nächste Impfung bei Baby wird wohl erst um die Einschulung herum sein.

Auch wenn das Thema „Impfen“ von Babys und Kleinkindern ein sehr umstrittenes Thema ist, so habe ich nie an der Richtigkeit und Wichtigkeit der empfohlenen Impfungen gezweifelt. Soll ich Euch auch verraten, warum?

Ich habe es in meiner eigenen Familie erlebt, was eine fehlende Impfung bewirken kann bzw. wie viele Qualen man sich mit einer rechtzeitigen Impfung ersparen kann. Eins vorweg: Meine Eltern sind mit uns aus einem anderen Land nach Deutschland gezogen. Aus diesem Grunde fehlen leider zum Teil einige Impfungen – denn: andere Länder, andere Sitten.

Es gab in unserer Familie drei Fälle, die mir eindeutig gezeigt haben, wie wichtig eine Impfung ist! So möchte ich wirklich an jeden appellieren, den Verstand einzuschalten, damit wir nicht wieder in mittelalterliche Verhältnisse geraten. Klar, Rebellion kann Spaß machen, einfach mal dagegen sein, anders als die anderen sein. Man muss sich aber wirklich mal intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen und nicht einfach mal dagegen sein, weil es einen gewissen Trend gibt. Ich möchte hiermit keinen persönlich angreifen, aber man soll bitte wirklich nachdenken.

Fall 1:

Eine meiner Schwestern hatte im Alter von etwa 5 Jahren Masern. Sie litt sehr. Heute können wir von Glück sprechen, dass sie diese Krankheit unbeschadet überstanden hat. Ihr kleiner Körper war übersäht von grausam juckendem Ausschlag und das Fieber war sehr hoch. Ich war damals selber ein Kind. Ich bin einige Jahre älter als sie. Ihr Leiden damals werde ich niemals vergessen. Wer so etwas mal gesehen hat, der wird wohl nicht mehr über die Sinnhaftigkeit einer Masernimpfung nachdenken. Bei ihr ist es gut ausgegangen – zum Glück! Masern ist aber eine hochansteckende Krankheit, deren Verlauf zu schwersten Behinderungen und sogar zum Tod führen kann. Will ich das wirklich riskieren? Wir anderen Kinder haben uns bei meiner Schwester NICHT angesteckt. Warum? Wir waren geimpft. Zum Glück!

Fall 2:

Windpocken. Ich selbst wurde nicht gegen Windpocken geimpft und hatte als Kind darunter zu leiden. Das war nicht lustig. Ich habe die Krankheit überstanden. Es war aber nicht lustig und so manche kleine Narbe von den aufgekratzten stark juckenden Bläschen habe ich heute auch noch. Der Rest der Familie hatte sich nicht angesteckt. Warum? Sie waren geimpft. Zum Glück! Denn auch diese noch so harmlose Krankheit kann traurig enden.

Fall 3:

Mumps. Ja, ich selber habe als Kind Mumps gehabt. Das war richtig unangenehm. Das werde ich niemals vergessen. Das ist die schlimmste Erkrankung, die ich je gehabt habe. Ich hatte sehr hohes Fieber und hatte schon fantasiert. Der Schmerz meiner einen Wangenseite und des Ohres war grausam. Schlucken und Essen konnte ich auch kaum. Die Schmerzen waren wirklich schwer erträglich. Aus dieser Krankheit bin ich nicht ganz unbeschadet herausgekommen. Seit meiner Mumpserkrankung als Kind (ich war etwa 8 Jahre alt) habe ich Ohrgeräusche (Rauschen und Flackern). Ich kann damit aber gut leben und das beeinträchtigt mich auch nicht im Alltag. Auch hier hat sich der Rest der Familie nicht angesteckt, denn: Sie waren geimpft! Zum Glück!
Das Thema Mumps ist sowieso so eine heikle Sache: Für Jungen ist die Erkrankung sehr gefährlich! Sie können dadurch zeugungsunfähig werden.

Ich möchte mit diesem Beitrag an die Vernunft aller Mütter appellieren, ihre Kinder impfen zu lassen. Bitte informiert Euch genau, denn die oft befürchteten Risiken von Impfungen sind wirklich selten und bei Weitem nicht so heftig, wie es manche zu vermitteln versuchen.

Was hat es mit der Überschrift dieses Artikels auf sich? Ja, ich bin wirklich erleichtert, dass das Frühlingskind alle Impfungen überstanden hat. Während sein kleiner Körper mit den „toten“ Impfstoffen keinerlei Probleme hatte, hatte er bei den „Lebend-Impfungen“ schon zu kämpfen. Er war nach den Impfungen wochenlang weinerlich und sehr anhänglich, bekam erhöhte Temperatur, Schnupfen und einmal sogar Durchfall und Erbrechen. Das tat mir sehr leid.
Denke ich aber an meine und die meiner Schwester durchlebten „Kinder“-Krankheiten zurück, so waren diese Nebenwirkungen absolute Kleinigkeiten.

Übrigens: Die letzte Impfung vor einigen Tagen scheint das Frühlingskind ohne jegliche Nebenwirkungen überstanden zu haben. Es geht ihm sehr gut!

Also bitte liebe Mamis! Nicht immer direkt „Nein“ und „Dagegen“ rufen und denken, dass man eine bessere und aufgeklärtere Mutter ist – oder noch schlimmer: Die impfenden Mütter für unaufgeklärt oder gar dumm zu halten.

Ich bin mir sehr sicher, dass so einigen dieser Beitrag nicht gefallen wird. Das ist leider so. Ich werde fest verankerte Meinungen wahrscheinlich nicht ändern können. Ich bin nur für jede Mama dankbar, die ihrem Kind die möglichen Gefahren einer „harmlosen“ „Kinder“-Krankheit erspart und sich mit dem Thema Impfung bei Baby ernsthaft auseinandersetzt. Ich weiß, wovon ich spreche. Zudem musste ich nach einem ausführlichen Gespräch mit meinem Kinderarzt fast weinen. Er ist Notfall-Kinderarzt in einer speziellen Einrichtung und er hat mir von grausamen Erlebnissen erzählt: Kinder, die aufgrund von „Kinder-Krankheiten“ wie MASERN gestorben oder schwerst behindert sind. Das erlebt er HEUTE! HEUTE?! Muss das sein? Wir wollen doch nicht in mittelalterliche Verhältnisse zurückkehren oder?! Sicher haben alle von der Masern-Epedemie in DEUTSCHLAND vor einiger Zeit gehört? Das muss doch wirklich nicht sein. Nicht HEUTE, nicht in einer AUFGEKLÄRTEN Gesellschaft. Nicht in Deutschland!


Habt Ihr auch ähnliche Erfahrungen gemacht oder von ähnlichen Fällen gehört?
Oder seid Ihr Impfgegener? Wenn ja, warum?
Ich freue mich über Eure Anregungen zum Thema.

2 Kommentare zu “Impfung bei Baby – Puh, die letzte Impfung ist überstanden!

  1. Oh das Impfen. Ein sehr schwieriges Thema.
    Es gibt leider kein falsch und kein richtig.
    Ich habe einige Jahre lang ein Kind mit impfschaden betreut. Der kleine Junge war nach seiner Geburt mit einer damals noch üblichen Impfung geimpft worden und danach geistig behindert.
    Ich kann die Ängste von beiden Seiten sehr gut verstehen und habe für meine Kinder einen pragmatischen Mittelweg gewählt.

  2. Ich finde es gut das du so ein leider '' kritisches '' Thema so persönlich ansprichst und frei deine Meinung dazu äusserst. Auch mein Kind ist geimpft und wird auch weiter geimpft. Zu dem Thema werde ich auch noch etwas auf meinem neuen Blog posten. Villeicht magst du ja mal vorbeischnupper und mir ein kleines Feedback so von Erfahrenen zu Frischling da lasse. 🙂 Liebe grüße Charlyne

    http://unerwartetesglueck.blogspot.de/

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