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Langsam immer selbstständiger – #Familienmoment

In diesem Familienmoment geht es um ein im wahrsten Sinne des Wortes „sensibles“ Thema, das ich normalerweise eher ungern anspreche bzw. was mich in der Regel eher besorgt stimmt. Diese Woche hat mich das Frühlingskind in dieser Hinsicht allerdings so manches Mal staunen und mächtig stolz werden lassen.

 


Ein großer Skeptiker

 

Was ich damit meine? Unser Frühlingskind ist ein sehr sensibles, vorsichtiges und sehr oft ängstliches Kind. Er vertraut nur uns Eltern und meinen Geschwistern (seinen Tanten und Onkels). ALLEN anderen Personen steht er mit seinen 2,5 Jahren recht skeptisch gegenüber. Ob es nun die eigenen Großeltern sind, oder fremde Personen: Er mag es absolut nicht angeschaut, oder gar angesprochen oder berührt zu werden. Ansonsten fängt er so richtig an zu weinen und lässt sich dann nur schwer beruhigen. Bei bereits bekannten Personen (denen er aber scheinbar nicht genug vertraut) dauert es meistens seine Zeit – meistens tatsächlich etwa Stunde – bis sich das Frühlingskind seinem Gegenüber öffnet und die Angst und Skepsis verschwunden sind.

 

Es hat lange gedauert, bis wir Eltern verstanden haben, dass er einfach so einen sensiblen und zurückhaltenden Charakter hat. Jeder Mensch ist halt anders. Aus diesem Grund versuchen wir auch, so intensiv wie möglich auf ihn einzugehen und viel Verständnis für ihn und sein Verhalten aufzubringen. Wir drängen und zwingen ihn nicht zu unerwünschten Kontakten etc. .

 

In den letzten Tagen merke ich allerdings immer größere Fortschritte, was diese Ängstlichkeit bzw. Skepsis des Frühlingskindes gegenüber anderen Personen angeht. Er weint nicht mehr direkt los bei unerwünschten Kontaktversuchen und manchmal geht er schon nach relativ kurzer Zeit auf sein Gegenüber ein.

 

FAMILIENMOMENT

 

Ein sehr schöner Moment in diesem Zusammenhang – und damit für mich auch aktuell einfach ein wundervoller Familienmoment – geschah gestern im Mutter-Kind-Kreis („Krabbelgruppe“). Auch hier weinte er sonst immer sehr viel und wollte NUR auf meinem Arm sein. Wenn ihm bei der „Geschichte für die „Großen“ “ Fragen gestellt wurden, so reagierte er nicht darauf und versteckte sich vielmehr hinter mir.

 

Und plötzlich war alles anders!

 

Gestern allerdings war alles anders. Als ich ihn fragte, ob er sich auf die „Krabbelgruppe“ freue, so bejahte er es freudig. Sonst kam entweder ein stures Schweigen oder ein „Neeeeiiiin“. Ok, das war ja schonmal ein guter Start. Die Fortschritte gingen weiter. Er saß nicht mehr ausschließlich auf meinem Schoß und traute sich auch mal alleine herumzugehen und geriet nicht sofort in Panik, wenn ich mir kurz etwas zu Trinken holte etc..

 

Bei der Geschichte für die „Großen“ beantwortete er tatsächlich die Fragen der Leiterin (sie zeigte bestimmte Gemüse-Sorten und fragte die Kinder, ob sie wissen, was das jeweils sei).

 


Für andere Mütter ist das vielleicht eine Selbstverständlichkeit, aber mich machen diese Fortschritte enorm stolz und ich freue mich sehr, dass mein Sohn endlich etwas mehr aus sich herauskommt, wenn wir woanders sind. Zu Hause sieht das Ganze nämlich wieder ein klein wenig anders aus…


Das war also unser aktueller kleiner großer Familienmoment, auf den ich mächtig stolz bin.

Noch mehr besondere Familienmomente findet ihr bei Küstenkidsunterwegs. Ihr habt auch einen schönen, traurigen, lustigen oder bezaubernden Familienmoment erlebt? Dann macht gerne bei dieser Blogparade mit. 

 


 

Eure Elena

7 Kommentare zu “Langsam immer selbstständiger – #Familienmoment

    1. Danke für deinen lieben Kommentar 🙂 Ein gesundes Maß an Vorsicht empfinde ich auch als sehr wichtig. Alles hat seine Vor- und Nachteile 🙂

  1. Liebe Elena,

    ich kann Dich bzw. Euch so gut verstehen! Gerade wenn ein Kind eher schüchtern ist, freut man sich umso mehr, wenn es dann einmal aus sich herausgeht und man zusehen kann, wie es förmlich aufblüht <3 Unser Küstenjunge ist auch eher zurückhaltend – aber das haben wir inzwischen akzeptiert und lieben ihn so, wie er ist.

    Eine ausgebildete Pädagogin sagte mir zudem mal, dass das, was ich als "Klammern" empfand, einerseits völlig normal ist ("Kinder sind nunmal am liebsten bei ihren Eltern") und andererseits ein Zeichen gute Bindung sei. Das war für mich sehr beruhigend!

    Alles Gute weiterhin für Dich und Dein kleines großes Frühlingskind
    Deine Küstenmami

    1. Vielen Dank für deinen schönen Kommentar. Oh ja, ich bin davon überzeugt, dass unsere Bindung bombenfest ist. Wir sind uns sehr, sehr nah und das rührt mich auch sehr oft zu Tränen. Nur macht man sich als Mutter manchmal etwas Sorgen, wie er später einmal im Kindergarten etc. zurechtkommen wird. Aber das wird die Zeit schon zeigen 🙂 Normalerweise heißt es ja von Seiten der Pädagogen, dass genau diese gute Bindung, dieses Urvertrauen, die beste Basis für das spätere Leben und für ein gesundes Selbstbewusstsein des Kindes ist! Ich bin auf jeden Fall schon mega stolz auf die enormen Fortschritte 🙂

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