„Macht Wandern glücklich?“ – Ich sage: Definitiv JA!

Schon wenn ich das Wort „Wandern“ höre oder lese, huscht mir ein Lächeln über das Gesicht und ich werde durchströmt von Glücks-Gefühlen. Allein der Gedanke ans Wandern macht mich unglaublich glücklich. Ich bin auf dem Land aufgewachsen – in einem idyllischen kleinen Dorf, das umgeben von Wäldern und Feldern ist.  


Wandern und die Natur genießen gehört neben Lesen und Schreiben schon sehr lange zu meinen größten Leidenschaften. Schon als ganz kleines Mädchen im Alter von ca. 5 Jahren habe ich es geliebt, durch Wälder und Felder zu streifen und sehr ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen. „Spazieren“ – so nannten wir unsere langen Spaziergänge mit meinem Großvater und seinen Freunden immer. Diese „Spaziergänge“ gingen aber über Stunden und machten so eine Freude, sodass ich mich bis heute, im Alter von 28 Jahren, immer wieder gerne an diese intensive und gemütliche Zeit an der frischen Luft erinnere.

Bei unseren langen Wanderungen durch den Wald habe ich Vieles gelernt. Mein Großvater und seine Freunde lehrten mich, die zahlreichen Tiere und Pflanzen zu unterscheiden. Sie zeigten mir, welche Beeren, Kräuter und Pilze essbar sind und bei welchen Pflanzen man lieber vorsichtig sein sollte. Alles war so spannend. Jeden Tag entdeckte ich Neues und lernte ständig dazu.
Wenn wir von unseren Wanderungen wieder nach Hause kamen, hatte ich schwere Beine, war erschöpft, hatte rote Wangen, eine gesunde Hautfarbe, war hungrig, aber einfach nur glücklich!

Neben den langen Spaziergängen mit meinem Großvater war ich auch Jahre später noch mit meinen jüngeren Schwestern und unseren Freundinnen stets auf Achse. Es verging kaum ein Tag, an dem wir nicht einen über mehrere Stunden dauernden Spaziergang unternahmen. Am liebsten gingen wir die Feldwege entlang. Im Sommer ging es dann intensiv in den Wald auf Streife – zunächst wurden Heidelbeeren gesucht, später Brombeeren und im Herbst schließlich Pilze. Das machte so viel Spaß. Wir kamen meist müde, hungrig und einfach nur glücklich und zufrieden nach Hause. Wir liebten die intensive Bewegung an der frischen Luft und quatschten den gesamten Weg, was das Zeug hielt.

Neben den langen Wanderungen mit meinen Schwestern und Freundinnen kamen bald ausgedehnte Baby-Spaziergänge hinzu. Wir wurden im Laufe der Jahre mit drei kleinen Brüdern gesegnet und verbrachten auch mit Ihnen einen großen Teil unsere Zeit draußen mit sehr langen Spaziergängen. Man sah jedes Mal, dass auch den Kleinen die frische Luft ungemein gut tat und sie glücklich und zufrieden wieder nach Hause kamen.

In unserem geliebten kleinen Natur-Dorf wohnten wir, bis ich 19 Jahre alt war und auch noch zu Hause wohnte. Im Alter von 17 Jahren lernte ich meinen Freund kennen, der heute mein Ehemann ist. Mit ihm habe ich zum Glück einen fast noch größeren Natur- und Wanderfreund kennengelernt. Vom Anfang unserer Beziehung an bis heute war es für uns wichtig, regelmäßig intensive Spaziergänge und Wanderungen in der Natur zu unternehmen.

Inzwischen fahren wir immer wieder mal gerne in die Alpen zum Wandern und um die Natur zu genießen. In Oberstdorf im Allgäu sind wir bereits mehrfach gewesen und werden ganz bestimmt in Zukunft noch häufiger dorthin fahren.
In Süd-Tirol in Meran und Umgebung haben wir ebenfalls schon einige Male eine tolle Zeit in der Natur verbracht.

Unseren ersten Familien-Urlaub mit unserem Sohn verbrachten wir letzten August in Oberstdorf. Das Frühlingskind war da gerade mal 5 Monate alt und der Urlaub war wunderschön. Selbstverständlich haben wir die meiste Zeit im Freien verbracht und die herrliche Bergluft genossen.. Ausgedehnte Feld- und Waldwege laden hier zum stundenlangen Spazieren mit Kinderwagen ein. Das Frühlingskind verbrachte viel Zeit im Kinderwagen, abwechselnd auf dem Arm von Mama oder Papa oder in der Bauchtrage. Es war ein sehr angenehmer Wechsel und der Kleine fühlte sich sichtlich wohl. Einige Male ging es hoch hinaus in die Berge. Wir packten das Frühlingskind in die Bauchtrage, fuhren mit der Seilbahn hoch und unternahmen wundervolle Wanderungen. Das Wandern kann also auch mit Baby große Freude machen!

Mittlerweile ist das Frühlingskind 16 Monate alt und begleitet und weiterhin auf unseren Wanderungen in unserer Umgebung – wir leben im schönen Windecker Ländchen mit ausgebauten Wander- und Erlebniswegen des Natursteigs Sieg: Ein wundervolles Fleckchen Erde im Rhein-Sieg-Kreis ganz in der Nähe des Oberbergisches Kreises und des Westerwaldes. Wir leben also auf dem Land, umgeben von zahlreichen Wald- und Feldwegen. Vor einigen Tagen haben wir unsere erste richtige Wald-Wanderung mit dem Frühlingskind unternommen. Zum Teil erkundete er den Wald vom Buggy aus und teilweise wanderte das Frühlingskind schon ganz alleine. Es war so wundervoll anzusehen, wie glücklich er durch den Wald lief und sich an jedem Steinchen, Stöckchen und Gräschen erfreute. Noch während der Wanderung schlief das Frühlingskind letztendlich glücklich und erschöpft im Buggy ein.
Das ist auch das, was ich immer wieder bestätigen kann: Die zügige Bewegung an der frischen Luft regt den Geist an, macht den Kopf frei und lässt einen müde und glücklich zugleich zu Hause ankommen. An Tagen, an denen wir solche ausgedehnten Wanderungen hinter uns haben, schlafen wir alle viel besser und fühlen uns rundum glücklich.
Ich habe diesen Beitrag im Zuge der Blogparade „Macht Wandern glücklich?“ von WELLNESS BUMMLER geschrieben und kann die Frage mit einem ganz überzeugten und großen JA beantworten.

5 Kommentare zu “„Macht Wandern glücklich?“ – Ich sage: Definitiv JA!

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