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Mein Jahr 2018 – 1000 Fragen an mich selbst – #1

Wer bin ich eigentlich – außer die Mama vom Frühlingskind und des Babymädchens? Zugegebenerweise hat mich das Mamasein in den letzten 4 Jahren so sehr verändert wie nichts anderes in meinem Leben jemals zuvor. Dennoch bin ich doch noch mehr als einfach nur Mama.


Eine Art Reise zu mir selbst?!

 

Wer bin ich eigentlich – außer eine Mama?! Diese Gedanken gehen mir seit einigen Wochen wieder sehr intensiv durch den Kopf. Nicht dass ich nicht gerne Mama bin – ich liebe es, Mama zu sein und meine Kinder sind wirklich das Beste, was mir jemals passieren konnte. Aber seien wir mal ehrlich. Bevor ich vor fast 4 Jahen Mutter wurde, gab es mich ja auch schon. Genaugenommen bin ich die ersten fast 27 Jahre meines Lebens ohne den Titel Mama durchs Leben gelaufen. Natürlich stellen Kinder das Leben völlig auf den Kopf und es kommt zu so krassen Veränderungen wie sonst selten im Leben. Dennoch dürfen wir bei all den Veränderungen und all der Verantwortung, die nun auf uns liegt, auf gar keinen Fall uns selbst vergessen! Dass das über kurz oder lang schief gehen kann, davon können viele Mamas ein Lied singen. Ich sage nur Burnout und ich spreche aus eigener Erfahrung. Auch ich habe eine krasse Zeit hinter mir, in der ich einfach nur ausgebrannt war. Schnell kommen dann sogar noch Depressionen hinzu. Heute geht es mir gut. Es geht mir sogar sehr gut. Doch das ist ein anderes Thema, das in einem eigenen Blogpost behandelt werden sollte.

 

Auf jeden Fall kommt mir die Challenge 1000 Fragen an mich selbst von Pinkepank gerade sehr gelegen. Denn in diesem Januar ist es bereits zwei Jahre her, dass ich völlig ausgelaugt mit einem krassen Zusammenbruch im Krankenhaus gelandet bin. Und es dauerte danach Monate, bis ich wieder einigermaßen normal leben konnte. Wahrscheinlich werde ich nun jedes Jahr im Januar an diese schreckliche Zeit in meinem Leben zurückdenken. Mir wird wieder schwindelig und ich fange an zu zittern, wenn ich daran denke. Zeit heilt Wunden. Ein bisschen sind meine Wunden seither auch verheilt. Aber nur ein bisschen. Vielleicht heilen meine Wunden aber ein Stückchen besser, wenn ich mich nun in diesem Jahr 2018 ein ganzes Jahr lang intensiv mit mir selbst befasse und mich der Herausforderung stelle, jede Woche 20 sehr persönliche Fragen an mich selbst – innerhalb eines Artikels hier im Blog – zu beantworten. Bis zum Ende des Jahres werden es dann 1000 Fragen und Antworten sein, die mir zeigen sollen, wer ich heute eigentlich bin, was ich mag, was mich zum Heulen bringt und überhaupt…

 

Wer bin ich eigentlich

 

Ich habe hin und her überlegt, ob ich wirklich so öffentlich mitmachen möchte bei dieser Challenge. Schließlich handelt es sich um sehr persönliche Dinge, die der Öffentlichkeit preis gegeben werden. Letztendlich habe ich mich aber ganz klar dafür entschieden, da ich mir vorstellen kann, dass es mir am Ende dieser Challenge wieder ein Stück besser gehen könnte (was die Verarbeitung des traumatischen Erlebnisses im Januar 2016 angeht).

 

Es geht los mit den ersten 20 Fragen und meinen ehrlichen Antworten an mich selbst.

 

 

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?

Letzte Woche habe ich zum ersten Mal in meinem Leben ein echtes und richtig gutes Gulasch-Gericht gekocht. Ich hätte bis vor Kurzem niemals gedacht, dass ich Rindfleisch einmal so zart hin bekomme.

 

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

Mit meinem Mann. Wir sind fast schon die Hälfte unseres Lebens zusammen (erste große Liebe und so weiter). Das kommt vielleicht ein wenig kitschig rüber, aber wir beide verstehen uns seit jeher blind. Aber natürlich gibt es auch mal Streitereien – das ist ganz normal denke ich.

 

3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?

Hm. Aktuell bin ich mir keiner Schuld bewusst. Mir fällt wirklich nichts ein.

 

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Im Moment ehrlich gesagt nur über Witze über das Elternsein. Ansonsten mochte ich Witze eigentlich noch nie so wirklich gerne.

 

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Seit meiner ersten Schwangerschaft bin ich sehr sentimental geworden und fange schnell an zu weinen. Das ist mir heutzutage meistens auch nicht peinlich. Ich finde es ok, Gefühle zu zeigen. Es kommt aber extrem selten vor, dass ich vor anderen weine. Vor meinen Schwangerschaften hätte ich mich in Grund und Boden geschämt, wenn ich vor anderen geweint hätte (für mich war das „Sich-Beherrschen“ und „Nicht-Weinen“ immer ein Zeichen von großer Stärke). Heute sehe ich es anders.

 

6. Woraus besteht dein Frühstück?

Unter der Woche meistens nur aus Kaffee und Müsli – das ist ein schnelles Frühstück. Am Wochenende genieße ich mein Frühstück sehr gerne und ausgiebig. Hier dürfen auch Brötchen, Lachs und Eier nicht fehlen.

 

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Meinem Sohn heute Morgen.

 

8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter?

Insgesamt sind wir uns eher nicht sehr ähnlich – zumindest was den Charakter angeht. Da komme ich eher nach meinem Vater. Aber es macht mir mehr und mehr Freude, andere Menschen zu beschenken. An die Großzügigkeit meiner Mutter komme ich aktuell zwar noch nicht heran, aber ich bin auf dem besten Weg dahin, je älter ich werde 😉 .

 

9. Was machst du morgens als erstes?

Ich gestehe: Ich checke mein Handy nach WhatsApp Nachrichten.

 

10. Kannst du gut vorlesen?

Das kann ich eigentlich recht gut. Manchmal lese ich ein wenig zu schnell. Das merke ich dann daran, dass mir irgendwann die Luft wegbleibt. Aber ansonsten betone und verstelle ich meine Stimme sehr gerne an den richtigen Stellen.

 

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Peinlicherweise sehr lange noch – bis zur 6. Klasse. Denn abgesehen von meinen Eltern, die es so lange schafften, mich anzuflunkern, war da mein Chemielehrer der eisern behauptete, es gäbe den Weihnachtsmann und er lebe am Polarkreis und dass man ihm dorthin auch ruhig einen Brief schreiben könne. Den Brief hatte ich nie geschrieben, denn ich glaubte meinem Chemielehrer auch so.

 

12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?

Einen SUV. Das ist seit Jahren ein großer Traum. Ich liebe Geländewagen!

 

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Gelassenheit!!!!! Diese Charaktereigenschaft habe ich mir schon immer gewünscht. Ich hasse meine hibbelige, ungeduldige und oft nervöse Art.

 

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Ganz klar und eindeutig: „Goodbye Deutschland!“. Ich liebe es, Menschen bei ihren Auswanderungen und Auslandserfahrungen zu begleiten. Besonders interessant finde ich es immer, wenn sich jemand dann selbstständig macht und zu beobachten, wie sich das Business im Laufe der Monate und Jahre entwickelt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass auch ich ein Auswanderer-Kind bin und meine Eltern mit uns nach Deutschland kamen, als ich 3 Jahre alt war. Wir standen damals vor dem Nichts. Doch das ist eine andere Geschichte. Und das Thema Selbstständigkeit beschäftigt mich schon seit etwa 8 Jahren. Das ist so ein eigener Traum von mir. Doch auch das ist eine andere Geschichte. Aber ich glaube, man merkt, warum ich die Sendung „Goodbye Deutschland!“ so sehr liebe. Vor allem ist es immer wieder auch schön zu sehen, das Inselparadiese wie Mallorca oder Gran Canaria schnell zur Hölle werden können, wenn man da erst einmal lebt und arbeitet. Wenn ich das so sehe, dann arrangiere ich mich mit dem oft miesen Wetter in Deutschland doch liebend gern.

 

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Das ist lange her. Auf jeden Fall noch vor meiner ersten Schwangerschaft. Das war vor etwa 6 Jahren mit meinem Mann sowie meiner Schwester und ihrem Mann. Wir waren im Phantasialand in Brühl bei Köln.

 

16. Wie alt möchtest du gerne werden?

Für mich ist schon seit meiner Kindheit klar, dass ich 90 Jahre alt werden möchte – aber bitte nur wenn ich dann auch noch mobil und selbstbestimmt leben kann.

 

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

Tatsächlich an den allerersten Urlaub mit meinem Mann – damals noch Freund – in Alcudia auf Mallorca. Ich war 20 Jahre jung und es war der erste Strand-Urlaub meines Lebens. Ich fühlte mich wirklich wie im Paradies.

 

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Zum Glück liegt der letzte Liebeskummer viele Jahre zurück. Aber ich bin ein sehr sensibler und sehr emotionaler Mensch. Wenn ich Liebeskummer habe, leide ich extrem – auch mit körperlichen Symptomen. Ich kann dann an nichts anderes denken und kann mich dann auch mit nichts und niemandem wirklich ablenken. Liebeskummer ist für mich eines der schlimmsten Dinge im Leben. So krass nimmt mich so etwas mit.

 

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Inzwischen liebe ich meinen Namen. Doch bevor ich meinen Mann kennen lernte, also in meiner Kindheit und in meiner Jugend, habe ich meinen Vornamen gehasst. Denn aufgrund dieses Namens wurde ich immer nur gefragt, aus welchem Land ich komme. Ob ich Griechin, oder Russin oder Kroatin sei. Das hat so genervt. Ich bin schließlich in Deutschland aufgewachsen und liebe dieses Land. Ich bin Deutsche und möchte nicht ständig danach gefragt werden, woher ich denn komme (ich finde solche Fragen ehrlich gesagt bis heute extrem respektlos – vor allem von Leuten, die einen kaum kennen). Da mein Mann aber Halb-Italiener ist und mein Name die italienische Form eines griechischen Namens ist – und mein Mann liebt meinen Namen – habe auch ich es gelernt, meinen Namen zu lieben. Die Sache mit meinem Namen ist sowieso etwas komplizierter. Denn eigentlich haben meine Eltern mich Lena genannt. Das war in einem anderen Land. In Kirgistan in der ehemaligen Sowjet Union. Hier in Deutschland wollten die Behörden es aber nicht akzeptieren, dass jemand aus „Russland“ (?!!!! – wir sind KEINE Russen, sondern Deutschstämmige aus einer ehemaligen MONGOLISCHEN Sowjet Republik) Lena heißt. Also wurde daraus mal eben Elena. Denn in Russland heißen die Frauen ja Elena und nicht Lena. Aber das ist ja jetzt egal. Wie gesagt. Inzwischen habe ich mich mit meinem Namen angefreundet. Und Elena passt doch auch wunderbar zu dem italienischen Nachnamen, den mein Mann mir beschert hat 🙂 .

 

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Lustige Frage. Ich zweifle ständig und immer wieder an mir. Wirklich. Zweifel ist mein zweiter Vorname. Das ist mein ganz großes Laster. Immer bin ich nur am Grübeln und am Zweifeln und das Gedankenkarussel kommt selten zum Stillstand. Vor allem jetzt in der Kindererziehung bin ich ständig nur an mir selbst am zweifeln, ob ich alles richtig mache und ob ich eine gute Mutter bin. Das nervt manchmal ganz ordentlich.

 


 

Das war also der 1. Teil der 1000 Fragen an mich selbst Challenge. Da ich ein bisschen hinterher hänge (die Challenge läuft bereits seit Anfang Januar), folgt mein zweiter Teil schon in Kürze.

 


 

Eure Elena 

2 Kommentare zu “Mein Jahr 2018 – 1000 Fragen an mich selbst – #1

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