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Mein Jahr 2018 – 1000 Fragen an mich selbst – #4

So langsam bekomme ich den Eindruck, dass ich immer tiefgründigere und persönlichere Fragen zu beantworten habe. Im heutigen Teil der „1000 Fragen an dich selbst“ Challenge geht es sehr emotional zu und bei mancher Frage wurde ich traurig oder leider auch wütend gestimmt. Aber ich glaube, es ist sehr wichtig, dass man alle Emotionen zulässt und sie nicht verdrängt. 


 

Puh. So langsam geht es echt zur Sache in dieser Challenge. Den heutigen Teil der „1000 Fragen an dich selbst“ Challenge von Pinkepank konnte ich nicht mal einfach so locker flockig beantworten und musste mir meine Antworten wirklich sorgfältig überlegen. Bei Teil 1, Teil 2 und auch bei Teil 3 fiel mir das Antworten insgesamt doch um einiges leichter als beim heutigen vierten Teil.  Aber es tat so unheimlich gut, diese Dinge, die ich zum Teil schon so tief und ganz weit hinten in meiner Seele vergraben und verdrängt hatte, niederzuschreiben und meiner Wut und meiner Trauer Luft zu lassen. Es hat wirklich gut getan, darüber zu reden/schreiben. Ich bin zwar gerade noch ein wenig aufgewühlt, aber ich glaube, das ist normal und es ist auch ok, wenn man plötzlich Emotionen zulässt, die man wirklich lange verdrängt und noch nie so richtig verarbeitet hat.

 


Hier kommen meine ehrlichen Antworten zu den Fragen 61 bis 80:

 

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Ja das glaube ich irgendwie schon. Aber ich weiß nicht genau, inwiefern sich dieses Leben gestaltet. Ich habe also keine konkrete Überzeugung, wie das Leben nach dem Tod genau aussieht. Ich glaube auf jeden Fall, dass jeder Mensch eine Seele hat, dass diese Seele unsterblich ist und auch über unseren körperlichen Tod hinaus weiterlebt. Die ganze Wahrheit werde ich wohl erst erfahren (oder eben nicht), wenn ich tot bin.

 

62. Auf wen bist du böse?

Es gibt da eine Person in meinem Leben, auf die ich heute immer noch recht sauer bin, obwohl es bereits gut 10 Jahre her ist, dass diese Person so mit mir umgegangen ist. Es ist keine Lappalie, die da passiert ist und hat sich innerhalb meiner beruflichen Laufbahn zugetragen. Die Worte und Taten dieser Person haben dann soweit geführt, dass es bei mir beruflich in eine etwas andere und zunächst sehr anstregende Richtung ging. Irgendwie bin ich dieser Person aus heutiger Sicht zwar auch dankbar, denn ohne den Vorfall wäre ich heute wahrscheinlich keine Bloggerin und auch keine selbstständige Texterin. Dennoch war es eine Sache, die sich damals über eine sehr lange Zeit hinzog und die ganz eindeutig gezeigt hat: es gibt wirklich böse Menschen da draußen in der Welt. Es gibt wirklich boshafte und sehr skrupellose Menschen, die sogar über Leichen gehen würden. Ich wünschte, ich wäre nicht mehr sauer auf diese Person. Es ist im Laufe der Jahre auch wirklich schon etwas besser geworden, aber ich frage mich, ob ich dieser Person jemals verzeihen können werde (zumal dieser Mensch seine Fehler wahrscheinlich sowieso niemals einsehen wird).

 

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Innerhalb meiner beruflichen Laufbahn (im Angestelltenverhältnis) bin ich fast ausschließlich mit Bus und Bahn gefahren und pendelte zuletzt sogar mehr als 4 Stunden am Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir wohnen auf dem Land und haben jetzt nicht so ein toll ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz wie zum Beispiel in Bonn. Größtenteils ist man bei uns wirklich auf ein Auto angewiesen. Aber wenn ich nach Köln und Co. muss, fahre ich fast immer mit der Bahn (auch privat) und aktuell fahre ich häufig mit dem Bus in den nächsten Ort runter, um am Bahnhof unser Auto abzuholen (für Termine oder wenn ich einkaufen muss) oder um mit der Bahn weiterzufahren. Das Auto steht sonst meist am Bahnhof, da mein Mann sehr früh morgens raus muss. Er fährt dann mit dem Auto zum Bahnhof in den nächsten Ort und von dort aus geht es für ihn mit der Bahn zur Arbeit nach Bonn.

 

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

Der Tod meines geliebten Großvaters. Er hatte viele Jahre lang mit uns zusammen gelebt. Ich bin mit ihm aufgewachsen und er war für mich mehr als einfach nur „Opa“. Er war ein sehr liebevoller, einfühlsamer und freundlicher Mensch, sehr intelligent und ein echtes Vorbild. Sein so plötzlicher Tod – er hatte plötzlich einen Schlaganfall und erwachte nicht mehr – macht mich auch heute nach gut 15 Jahren immer noch sehr traurig. Ich liebe ihn und werde ihn niemals vergessen.

 

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?

Jein. Ich wollte eigentlich immer Lehrerin werden. Diesen Wunsch hatte ich seit dem Alter von 9 Jahren und ich hatte diesen Traum bis zur 12. Klasse. Dann kamen mehrere Gründe zusammen, dass ich den Traumberuf Lehrerin aufgab und mich dazu entschied, nach dem Abitur eine Ausbildung zur Industriekauffrau zu machen. Bis heute habe ich es wirklich noch niemals bereut, dass ich doch nicht Lehrerin geworden bin. Aber es gab neben dem Beruf Lehrerin noch einen ganz anderen Traum, den ich immer hatte. Ich dachte bloß früher immer, dass es für immer nur ein Traum bleiben würde und dass es doch absolut keine Möglichkeit für mich geben könnte, diesen Beruf auszuüben. Die Rede ist von einem PC-Beruf, selbstständig, von zu Hause aus. Damals wusste ich ja noch nicht, dass man dazu kein Erfinder oder so etwas sein muss, sondern dass das Internet so viele tolle Möglichkeiten bietet. Und diesen Traum lebe ich ja jetzt schon seit fast 3 Jahren (wenn auch vorerst im Nebengewerbe).

 

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?

Reggeaton Musik. Am bekanntesten hier in Deutschland sind wohl die paar Songs von Enrique Iglesias, die in diese Richtung gehen.

 

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?

Wenn diese Frage jetzt so gemeint ist, wie ich sie verstehe, dann möchte ich sie bitte nicht beantworten. Das ist mir viel zu privat. Sorry. Kann man die Frage denn noch anders verstehen?!

 

68. Was war deine größte Anschaffung?

Unser kleines Eigenheim.

 

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?

Ja. Definitiv. Ich bin ein Mensch und ich mache Fehler. Somit weiß ich auch, dass meine Mitmenschen auch nur schwache Menschen sind, die einen Fehler machen können. Eine zweite Chance hat jeder Mensch verdient. So denke ich. Als Voraussetzung dafür, dass ich jemandem verzeihe und ihm oder ihr eine zweite Chance gebe, gilt es für mich allerdings fast immer, dass diese Person ihren Fehler überhaupt einsehen muss.

 

70. Hast du viele Freunde?

Ich finde ich habe die richtige Anzahl von richtig guten und vor allem echten Freunden. Ich mag keine oberflächlichen Freundschaften, sondern nur sehr tiefgründige, vertrauensvolle und echte Freundschaften. Von solchen Freunden brauche ich aber nicht 30 Stück 😉 .

 

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?

Hm. Ich überlege und überlege. Mir fällt absolut keins ein.

 

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?

Nein. Und ich habe auch nicht vor, etwas daran zu ändern 😀 .

 

73. Wann warst du zuletzt nervös?

Ich musste gerade innerlich so richtig lachen. Aus Ironie und Sarkasmus irgendwie. Denn für mich sollte die Frage eher lauten „Wann warst du zuletzt NICHT nervös?“. Das ist leider echt so. Ich bin ein sehr nervöser und selbstkritischer Mensch. Ich mache mir ständig Sorgen, nehme mir immer viel zu viel vor und bin deswegen oft gestresst. Jegliche neue Situation – auch sehr kleine Dinge – im Alltag macht mich nervös. Heute Morgen war ich zum Beispiel nervös, da ich zum ersten Mal meinem Frühlingsjungen ein Tiger-Gesicht schminkte – für die Karnevalsfeier im Kindergarten. Ich bin da sehr perfektionistisch bei solchen Dingen. Mit dem Ergebnis war ich dann am Ende zufrieden. Aber da es für mich heute das erste Mal war und es auch das erste Karnevalsfest vom Frühlingsjungen war, sollte alles perfekt sein. Und wegen dieser Sache war ich schon die gesamte Woche nervös. Bekloppt irgendwie. Naja.

 

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?

Natürlich meine Familie. Aber auch die Einrichtung des Zuhauses. Denn wenn ein Raum nicht so eingerichtet ist (ich habe da meine ganz konkreten Vorstellungen) wie es für mich sein muss, dann fühle ich mich dort irgendwie nicht so richtig wohl und einfach nicht zu Hause.

 

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?

Am allerliebsten im Radio. Da sehe ich dann keine schrecklichen Bilder, die mich als hochsensiblen Menschen sonst ganz schön fertig machen.

 

76. Welches Märchen magst du am liebsten?

Hänsel und Gretel war immer mein Lieblingsmärchen. Auch wenn es irgendwie total gruselig und schlimm ist.

 

77. Was für eine Art Humor hast du?

Ich war jetzt noch die die riesen Spaß-Kanone und ich lache auch nicht den ganzen Tag. Meist lache ich sogar viel zu wenig wie ich finde. Aber meinen Humor würde ich eher als ironisch und sarkastisch bezeichnen. Ein bisschen trocken auch.

 

78. Wie oft treibst du Sport?

Viel zu selten leider und ich schäme mich dafür. Aber diese Woche bin ich super stolz auf mich. Ich bin drei Tage hintereinander eine lange Strecke Buggy schiebend zu Fuß gegangen. Nun sitze ich hier mit ordentlichem Muskelkater in den Beinen am Laptop. Ich habe mir vorgenommen, ab sofort auch weiterhin mindestens 1 Mal, am liebsten aber etwa 3 Mal in der Woche solch einen langen und schnellen „Spaziergang“ zu machen.

 

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?

Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich mag es auf jeden Fall absolut nicht, im Mittelpunkt zu stehen. Ich hoffe auf jeden Fall immer, dass ich nicht so sehr auffalle und wenn dann bitte nur zum Positiven hin 😀 . Ich weiß es aber wirklich nicht. Dazu habe ich mir bisher einfach kaum Gedanken gemacht.

 

kaffeesuechtig-genuss

 

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?

Mein Smartphone wegen der Kamera und wegen des Internets und Kaffeeeeeeeee! Ich bin kaffeesüchtig 🙂

 


Eure Elena 

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