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Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft

Heute möchte ich euch mein aktuelles Leid klagen: Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft. Es ist 6.00 Uhr morgens – und ich bin wach. hellwach. Moment! Warum bin ich denn schon wach? Ich hatte mich doch am Abend zuvor erst um 23.30 Uhr ins Bett begeben. Es hatte eine ganze Stunde gedauert, bis ich auch tatsächlich eingeschlafen war. Und das Beste: Ich musste diese Nacht 3 Mal auf Toilette, da das Babymädchen schon ordentlich auf die Blase drückt. Nun bin ich also in einem Dilemma: ich bin hellwach sowie hundemüde zugleich und einfach nur erschöpft.

 


Das hatte ich jetzt irgendwie nicht erwartet – noch nicht…

 

Es tut mir Leid, aber der heutige Post ist überwiegend ein Jammer-Post. Denn schon seit Wochen habe ich mit Schlafproblemen zu kämpfen, die nun sogar immer schlimmer werden. Tagsüber bin ich dann natürlich umso erschöpfter und gereizter und auch mein Blutdruck ist mit meist 90 zu 60 oder gar 90 zu 50 sehr niedrig. Achja – da sind ja auch noch die Übungs- oder Senkwehen (?), die mir ebenfalls schon seit Wochen zu schaffen machen und inzwischen sogar immer wieder mal recht schmerzhaft sind und mir nur wenig Luft zum Atmen lassen. Ach, und nicht zu vergessen: Das Thema Sodbrennen. Denn ich habe auch weiterhin so gut wie jeden Tag Sodbrennen, welches sich aber zum Glück durch die richtigen Mittelchen schnell lindern lässt.

 

Wenn ich bedenke, dass ich mich eigentlich „erst“ am Ende der 34. Schwangerschaftswoche befinde und bereits seit Wochen so meine Wehwehchen und Probleme habe, so frage ich mich ernsthaft, wie ich das Ganze denn nun noch 6 (oder vielleicht sogar 7 oder 8!!!) Wochen bis zur Geburt meines kleinen Mäuschens ertragen soll?! Der Bauch wird ja schließlich auch nicht kleiner :-D.

 

Vergleiche ich diese Schwangerschaft mit meiner ersten Schwangerschaft mit dem Frühlingskind, so ist dieses Mal Vieles ganz anders. Beim Frühlingskind hatte ich damals ganz andere – und eigentlich auch schlimmere – Sorgen. Es bestand wochenlang eine akute Frühgeburtgefahr und durch einen leichten Schwangerschaftsdiabetes war ich ebenfalls sehr in meiner Freiheit eingeschränkt (was das Essen und ständige Blutzuckermessen angeht). Diese Probleme sind wirklich größer und besorgniserregender gewesen als meine aktuellen.

 

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In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich zwar auch mit den Problemen Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft, niedriger Blutdruck und Sodbrennen zu kämpfen – aber vor allem die Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft als auch das Sodbrennen hatte ich erst ganz am Ende – ich meine, ca. in den letzten 3 Wochen der Schwangerschaft. Ich bin mir auch ziemlich sicher, den Grund dafür zu kennen, warum es bei mir dieses Mal alles schon so viel früher losgegangen ist: Das ist die Kugel, die ich vor mir hertrage. Denn in meiner ersten Schwangerschaft hatte ich einen sehr kleinen und moderaten Bauch (ich wurde um den Entbindungstermin herum von anderen Leuten auf den 7. Schwangerschaftsmonat geschätzt 😉 ). Dieses Mal ist der Bauch aber recht groß und bereitet mir auch schon seit Wochen Probleme beim Gehen. Ich muss bei zu schnellen Bewegungen aufpassen, nicht das Gleichgewicht zu verlieren und meine Beine sind jeden Tag sehr schwer.

 

Warum nur diese Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft? Schlafentzug werde ich doch demnächst sowieso noch genug haben!

 

Da ich es ja jetzt nun weiß, wie es ist, Mama eines Babys zu sein und was Schlafentzug und viele, viele, vieeeeele durchwachte Nächte bedeuten, hatte ich mir für diese Schwangerschaft vorgenommen, nochmals bewusst meinen Schlaf zu genießen. Denn schließlich werde ich demnächst wieder zu einem echten Zombie. Werdet ihr unter Schlafentzug eigentlich auch so aggressiv und unausstehlich?!

 

Zu dumm nur, dass mein Plan, die letzten babyfreien Wochen ausgiebig zu genießen, schon seit Wochen in die Hose gegangen ist. Denn schon seit Wochen habe ich mit dem Phänomen „Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft“ zu kämpfen. Die Hauptursache für das Problem ist der große Bauch, der dieses Mal wirklich sehr früh schon recht groß ist. Ich bin eigentlich eine Schläferin, die ihre Position immer wieder wechseln muss. Ich kann nicht stundenlang nur auf einer Seite oder nur auf dem Rücken oder nur auf dem Bauch liegen. Stattdessen finde ich es umso gemütlicher, immer wieder meine Schlafposition zu wechseln. Der Punkt Schlafen auf dem Bauch ist ja schon lange weggefallen. Schade! Denn ich schlafe eigentlich ganz gerne zwischendurch auf dem Bauch. Der Punkt Schlafen auf dem Rücken ist ebenfalls seit Wochen schon nicht mehr möglich, wenn ich nicht ohnmächtig werden möchte. Zu groß ist die Last der Kugel, die ansonsten auf mich drückt. Heute Nacht hatte ich es aufgrund der massiven Schlafprobleme doch einmal ganz kurz mit dem Rücken versucht und wurde sofort mit Übelkeit belohnt. Es verbleibt also nur noch die Seitenlage zum Schlafen. Ohne Stillkissen zwischen die Knie geklemmt ist an ein schmerzfreies Schlafen auf der Seite allerdings gar nicht mehr zu denken. Denn sonst werde ich mit starken Symphysenschmerzen bestraft. Doch auch mit Stillkissen zwischen den Knien bin ich nicht schmerzfrei. Immer wieder wache ich aufgrund von Symphysenschmerzen auf. Vor allem das Umdrehen auf die andere Seite erweist sich als recht schmerzhaft. Dieses Problem kannte ich bei meiner ersten Schwangerschaft wirklich erst in den allerallerallerletzten Wochen kurz vor der Geburt – ca. 2 oder 3 Wochen vorher. Aber doch nicht jetzt schon – und das seit Wochen schon?!

 

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Doch es ist nicht ausschließlich nur der große Bauch, der mir beim Schlafen Probleme bereitet, sondern auch der ständige Harndrang, der nun seit wenigen Tagen seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat – mit nächtlichen Toilettengängen bis zu alle 2 Stunden.

 

Und der andere Schlafkiller ist das Gedankenkarussell. Plötzlich liege ich einfach nur wach und meine Gedanken drehen sich um dieses und jenes. Es geht dabei vorwiegend um ToDos, die ich noch zu erledigen habe, bis das Baby da ist und der ständigen Sorge darum, ob ich denn alles rechtzeitig schaffe, bis die kleine Maus da ist. Zum Verrücktwerden!

 

So langsam ersehne ich die Erlösung herbei

 

Auch wenn ich immer noch so vieles vor habe und zu erledigen habe, bis Kind Nr. 2 zur Welt kommt, so bin ich aufgrund all der Wehwehchen, die immer schlimmer werden, inzwischen so erschöpft, dass ich wirklich schon die Erlösung herbeisehne. Endlich wieder kein Sodbrennen mehr, endlich keine schwere Kugel mehr, die ich mit mir herumschleppen muss, endlich wieder wechselnde und schmerzfreie Schlafpositionen und so weiter und so fort.

 

Irgendwie schäme ich mich, dass ich jetzt schon – 6 Wochen vor dem errechneten Termin – kapitulieren möchte. Aber es reicht mir wirklich schon so langsam aber sicher – vor allem mit der Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft.

 

Das Tolle allerdings, was ich in dieser Schwangerschaft ebenso intensiv genieße wie schon in der ersten Schwangerschaft, das sind die Bewegungen des Babys im Bauch. Es ist einfach ein ganz tolles Gefühl, wenn ich spüre, dass da ein neues Leben in mir heranreift. Diese sehr enge Verbindung zu meinem Baby im Bauch genieße ich wirklich sehr. Vielleicht versuche ich Mal, mich viel intensiver mit solchen schönen Momenten zu beschäftigen als mich zu viel mit den negativen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft auseinanderzusetzen. Denn bald ist es ja vorbei! 🙂

 


Sorry für das ganze Gejammere heute!

 


Eure – sehr übermüdete und erschöpfte – Elena

 

3 Kommentare zu “Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft

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