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schokolade

Teil 2: Das hatte ich mir igendwie anders vorgestellt…

Schwangerschaft Teil 2:

Das ist doch wirklich lustig, wie ich mir alle möglichen Situationen im Leben immer vorstelle und wie anders Vieles doch ist, wenn es dann mal so weit ist. So war es natürlich auch bei meiner Schwangerschaft. Heute möchte ich euch mal etwas über mein Ess-Verhalten aus dieser Zeit berichten.


Wie hatte ich mir mein mögliches Ess-Verhalten in der Schwangerschaft vorgestellt, noch bevor ich schwanger wurde? Ganz anders! Ich muss echt lachen, wenn ich mir überlege, wie weit die Vorstellung und die Realität doch auseinanderliegen.

Man sieht es ja ständig im Fernsehen und hört es überall: Wenn man schwanger ist, entwickelt man völlig absurde und zum Teil doch ekelige Ess-Gewohnheiten. Überfallen von grausamen Ess- oder wohl eher „Fress“-Attacken futtert man sich quer durch die Palette und isst Schokolade getoppt mit Salz-Gurken. Oder man futtert eine ganze Kiste Eis und parallel dazu ein Wurstbrot mit Marmelade. So oder so ähnlich zumindest wird meiner Ansicht nach das Bild einer typischen Schwangeren verbreitet. Und genauso krass habe ich es mir auch vorgestellt. Schon ohne schwanger zu sein bin ich eine leidenschaftliche Viel-Esserin und esse, was das Zeug hält. Essen ist eine der schönsten und wichtigsten Dinge in meinem Leben. Naja, bei wem ist das denn nicht so? Das werden sich jetzt vielleicht Einige fragen. Doch die, die mich kennen, werden jetzt bestimmt lachen und können es nur bestätigen, dass ich wirklich sehr sehr sehr viel esse. Wie gesagt: Dazu muss ich nicht schwanger sein.

Nun bin ich kein übergewichtiger Mensch, aber ich bin auch nicht sehr schlank. Wer es genau wissen möchte: Ich habe die Konfektionsgröße 38/40 – das war auch vor der Schwangerschaft so. Laut meinem Hausarzt und mühsam recherchierter Ergebnisse aus dem Internet bin ich also „normalgewichtig“. Dennoch habe ich die ein oder andere Speckrolle schon vor der Schwangerschaft mein Eigen nennen müssen.

Sicherlich könnt ihr da verstehen, dass ich immer gedacht habe: Oh oh, wenn ich mal schwanger werde, was soll dann bloß aus mir werden? Dann werde ich mich doch nicht beherrschen können und werde bestimmt so richtig zunehmen. Davor hatte ich wirklich immer riesige Angst.

Doch wie ist es so schön im Leben: Es kommt oft anders, als man denkt! Und in diesem Fall sage ich auf der einen Seite: Super! Aber auf der anderen Seite war es auch nicht so super. Warum? Das erzähle ich euch.

Schon ganz zu Beginn der Schwangerschaft verspürte ich plötzlich eine ganz extreme Appetitlosigkeit. Doch nicht nur das: Es schmeckte einfach NICHTS mehr. Das war so schrecklich. Mir Schleckermaul schmeckte plötzlich nichts mehr. Ganz nichts stimmt jetzt aber auch nicht. Und nun kommen wir zu der sehr negativen Seite meines Ess-Verhaltens in der Schwangerschaft: Mir schmeckte nur noch Fast Food! Wirklich! Andere Dinge bekam ich einfach nicht runter. Mc Donald’s wurde da my best friend! Spaß beiseite… Also das Essen von bekannten Fast Food-Ketten mochte ich auch vorher schon sehr gerne. In der Schwangerschaft verspürte ich jedoch ein regelrechtes Verlangen nach diesem „Fraß“ (sorry für den Ausdruck, aber dass es nicht gerade gesund ist wissen wir inzwischen sicher alle). Keine Sorge: Ich habe wirklich nicht übertrieben und meinen Bauchzwerg nicht unnötig mit diesem Zeug versorgt. Das führte dann aber zu einem anderen negativen Aspekt – ich aß dann einfach gar nichts anderes und aß fast nichts. Eine Kleinigkeit gab es da noch: Schokolade! Neben Fast Food entwickelte ich eine extreme Vorliebe für Schokolade. Auch davon aß ich in Maßen, aber über den Tag verteilt aß ich einfach nichts Ordentliches, und wenn ich was aß, dann fast nur Ungesundes. Heute schüttel ich einfach nur den Kopf, wie ich so egoistisch und unvernünftig sein konnte. Aber leider schmeckte mir wirklich nichts anderes und sogar noch schlimmer: Wenn ich versuchte, etwas anderes zu essen, wurde mir direkt übel. Nach dem appetitlosen Essen von ein wenig Lasagne kam diese kurze Zeit später oben wieder raus. Diese Erfahrung machte ich auch mit Spaghetti Bolognese.

Ich will mich aber nicht beschweren. Andere Schwangere haben es viel schlechter und müssen sich ständig oder sehr häufig erbrechen. Mir war „einfach nur“ oft übel. Erbrechen musste ich nur wenige Male.

Das Positive an diesem schlechten Ess-Verhalten in der Schwangerschaft war, dass ich abnahm und eine schlanke Schwangere war.

Das Negative: Ich bekam die Vorstufe von Schwangerschafts-Diabetes und musste meinen Blut-Zuckerspiegel im letzten Drittel der Schwangerschaft jeden Tag kontrollieren und mich letzten Endes zusammenreißen und wenigstens ETWAS Gesundes in mich reinzwängen. Das fiel mir sehr schwer, sodass ich in dieser Zeit sogar noch mehr abnahm. Keine Sorge: Ich war nicht schrecklich abgemagert. Mein Gewicht war noch im Normal-Bereich. Nur während andere Frauen in der Schwangerschaft mit wachsendem Bauch eher zunehmen, nahm ich ab.

So hatte ich mir mein Ess-Verhalten in der Schwangerschaft früher also nicht vorgestellt.

Was meint ihr, wie es nach der Geburt für mich war, als mein „normaler“ und „gesunder“ Appettt wieder zum Vorschein kam?! Es war so wunderbar :-). Alles schmeckte wieder und seitdem futtere ich wieder, was das Zeug hält! Während der Stillzeit war es überhaupt nicht schlimm und ich konnte mein Gewicht super halten. Aber jetzt setzt das Fett so langsam wieder an – aber das ist ein anderes Thema…

5 Kommentare zu “Teil 2: Das hatte ich mir igendwie anders vorgestellt…

  1. Krass, dass hätte ich jetzt auch nicht gedacht, weil ich das auch nur aus dem Fernsehen kenne, dass die Frauen dann richtige "Fressattacken" bekommen. Ich merke auch gerade, wie wenig wir uns ausgetauscht haben, als ich zu der Zeit in den USA war und ich dadurch wenig mitbekommen habe 🙁

  2. Schön, dass es sich nach der Geburt wieder alles normalisiert hat 🙂 Appetitlosigkeit ist eigentlich echt kein schönes Gefühl, auch wenn es sich vielleicht viele zum Abnehmen wünschen würden. Ich hab am Anfang der Schwangerschaft auch zunächst 2 kg abgenommen, weil ich null Appetit hatte, dann ging es, und zum Ende hin war es wieder das gleiche wie zu Beginn, der Kleine hat einfach zu viel Platz eingenommen 😀

  3. Vielen Dank 🙂 Das hört sich doch gut bzw. OK an 🙂 Mein Kleiner hat komischerweise nicht viel Platz eingenommen und mein Bauch war auch gegen Ende der Schwangerschaft einigermaßen klein – zum Glück 😉

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